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ChatGPT und Physik - Seite 4
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Manuel_91



Anmeldungsdatum: 20.07.2024
Beiträge: 725

Beitrag Manuel_91 Verfasst am: 16. Nov 2025 19:31    Titel: Antworten mit Zitat

Übrigens warum ich das so thematisiere erkläre ich auch noch. Meine Befürchtung ist ja, dass eine philosophische Deduktion von physikalischen Formeln ganz einfach in der Physik nicht einmal als ernsthaft möglich betrachtet wird und dann wird sicher gesagt, wenn man es ableitet: naja, da waren zuerst die Formeln da und dann kam der Rest "hintendran". Sicherlich kann man es nicht eindeutig bei Einstein beweisen, im Sinne von juristisch beweisen, aber wenn dann gleich alle Indizien sofort abgeschmettert werden, dann erweckt man halt genau den Eindruck, den ich hier geschildert habe. Besonders wenn Einstein selber Kant in seiner Schrift erwähnt, plus philosophische Ansätze bereits beschreibt. Wenigstens wird jetzt klar, warum ich das (nicht mehr) machen werde (hab ich hier aus genau dem Grund nicht mehr gemacht, aber gut, ich nehme das nun so einfach hin).

PS. Keine Sorge, der Thread artet schon nicht aus, ich werde - wenn ich noch einmal poste - noch ein paar Quellen liefern, dann ist der Thread von meiner Seite auch "durch".
Nils Hoppenstedt



Anmeldungsdatum: 08.01.2020
Beiträge: 2143

Beitrag Nils Hoppenstedt Verfasst am: 16. Nov 2025 19:43    Titel: Antworten mit Zitat

Manuel_91 hat Folgendes geschrieben:
Übrigens warum ich das so thematisiere erkläre ich auch noch. Meine Befürchtung ist ja, dass eine philosophische Deduktion von physikalischen Formeln ganz einfach in der Physik nicht einmal als ernsthaft möglich betrachtet wird und dann wird sicher gesagt, wenn man es ableitet: naja, da waren zuerst die Formeln da und dann kam der Rest "hintendran". Sicherlich kann man es nicht eindeutig bei Einstein beweisen, im Sinne von juristisch beweisen, aber wenn dann gleich alle Indizien sofort abgeschmettert werden, dann erweckt man halt genau den Eindruck, den ich hier geschildert habe. Besonders wenn Einstein selber Kant in seiner Schrift erwähnt, plus philosophische Ansätze bereits beschreibt. Wenigstens wird jetzt klar, warum ich das (nicht mehr) machen werde (hab ich hier aus genau dem Grund nicht mehr gemacht, aber gut, ich nehme das nun so einfach hin).


Das Problem ist nicht mangelnde Offenheit, sondern mangelnde Belege.

Du hast eine historische Behauptung aufgestellt, aber bis jetzt keine einzige
Primärquelle geliefert – nur Eindrücke, Vermutungen und Themenwechsel. Das ersetzt keine Dokumente.

Wenn du ernst genommen werden willst, brauchst du genau eine Sache:
einen konkreten Satz von Einstein, in dem er schreibt, dass Kant oder
Schopenhauer seine Herleitung der SRT beeinflusst haben.

Solange dieser Beleg fehlt, bleibt alles, was du dazu sagst, reine Spekulation.

_________________
Ihr da Ohm macht doch Watt ihr Volt!
Manuel_91



Anmeldungsdatum: 20.07.2024
Beiträge: 725

Beitrag Manuel_91 Verfasst am: 16. Nov 2025 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
einen konkreten Satz von Einstein, in dem er schreibt, dass Kant oder



So argumentiert man aber nicht in der Wissenschaft, bei solchen Fragstellungen. Ob Einflüsse vorhanden waren, wird anhand ähnlicher Textstellen, gleichen Argumentationsmuster usw. untersucht. Ich kann dazu schon Paper liefern und man kann sich dann die Begründung ansehen. Das ist kein Strafverfahren, sondern man untersucht auch indirekte Einflüsse. Ein Freund von mir ist Historiker, mit dem habe ich das auch schon besprochen, nur leider habe ich mir nicht über Jahre hinweg alle Quellen gemerkt und in Zotero habe ich sie nicht gespeichert. Aber, dass Einstein auf Begriffsanalyse zurückgriff, hatte ich bereits mit einem kurzen Zitat belegt. Welche Physiker sollten das denn sonst noch machen? Ich kenne, neben Einstein, kein Paper aus der Physik das so vorgeht und das folgt aus keiner Gleichung.
Aruna_17
Gast





Beitrag Aruna_17 Verfasst am: 16. Nov 2025 19:54    Titel: Re: Ist eine Messung immer eine Wechselwirkung? Antworten mit Zitat

Manuel_91 hat Folgendes geschrieben:
Besonders wenn Einstein selber Kant in seiner Schrift erwähnt, plus philosophische Ansätze bereits beschreibt.


ich hab mal die Volltextsuche bemüht:

"Kant" 0 Treffer
"Schopenhauer" 0 Treffer
"Maxwell" 7 Treffer

archive.org/stream/zurelektrodynami00aein/zurelektrodynami00aein_djvu.txt
Manuel_91



Anmeldungsdatum: 20.07.2024
Beiträge: 725

Beitrag Manuel_91 Verfasst am: 16. Nov 2025 20:04    Titel: Re: Ist eine Messung immer eine Wechselwirkung? Antworten mit Zitat

Aruna_17 hat Folgendes geschrieben:
Manuel_91 hat Folgendes geschrieben:
Besonders wenn Einstein selber Kant in seiner Schrift erwähnt, plus philosophische Ansätze bereits beschreibt.


ich hab mal die Volltextsuche bemüht:

archive.org/stream/zurelektrodynami00aein/zurelektrodynami00aein_djvu.txt



Ich beziehe mich auf die Publikation: Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie; Springer Berlin Heidelberg, 23. Aufl. 2001.
Manuel_91



Anmeldungsdatum: 20.07.2024
Beiträge: 725

Beitrag Manuel_91 Verfasst am: 16. Nov 2025 20:21    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab jetzt tatsächlich ein Paper einer Uni gefunden, das die Annahme teilt, dass Einstein Konzepte von Schopenhauer übernommen hat. Das ist aber 60 Seiten lang und ich muss es erst lesen. Also das kann dauernd, da ich keine Referenzen dbzgl posten will, ohne sie durchgelesen zu haben. Es geht aber scheinbar wieder stark in die Philosophie, bin mir also nicht sicher, ob das in ein Physikforum passt.
MBastieK



Anmeldungsdatum: 06.10.2012
Beiträge: 1485
Wohnort: Berlin-Wedding

Beitrag MBastieK Verfasst am: 16. Nov 2025 20:33    Titel: Antworten mit Zitat

Manuel_91 hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Die Konstanz von c als allgemeine Grenzgeschwindigkeit folgt deduktiv aus der Lorentz-Symmetrie

Wenn man sie als Deduktion auffasst, dann muss man sie nicht mehr experimentell prüfen, weil eine Deduktion zwingend ist.

Jedes Theorem muss der empirischen Prüfung ausgesetzt werden, wenn möglich.

Ihre Argumentation ist absurd, da sonst kein Theorem mehr der empirischen Prüfung unterstellt werden muss, einfach nur weil es ein Theorem bzw. Deduktion ist. Dann müsste man nurnoch die Axiome empirisch überprüfen (und die Theorie wäre damit bewiesen), was dem Prinzip einer naturwissenschaftlichen Theorie bzw. Poppers Erkenntnisen widerspricht.

Die erfolgreiche empirische Prüfung der Deduktionen bestätigt (oder bekräftigt) ja auch immer die Axiome, sodass man an der Theorie dran bleiben kann bzw. darf.

Nette Grüsse

_________________
Ohne Rekursion ist Bewusstsein oder Kognition nur rudimentär.
Manuel_91



Anmeldungsdatum: 20.07.2024
Beiträge: 725

Beitrag Manuel_91 Verfasst am: 16. Nov 2025 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ihre Argumentation ist absurd, da sonst kein Theorem mehr der empirischen Prüfung unterstellt werden muss, einfach nur weil es ein Theorem bzw. Deduktion ist. Dann müsste man nurnoch die Axiome empirisch überprüfen, was dem Prinzip einer naturwissenschaftlichen Theorie bzw. Poppers Erkenntnisen widerspricht.


Wenn man aus A eine Deduktion B zieht, und B ist wirklich zwingend, dann prüft man im Experiment primär nur A, wenn man B prüft, weil wenn B fällt, dann fällt ja auch A. Wenn ich aber ein Postulat aufstelle, über B, dann prüfe ich isoliert erst einmal B. So wäre es jedenfalls epistemologisch korrekt.
Manuel_91



Anmeldungsdatum: 20.07.2024
Beiträge: 725

Beitrag Manuel_91 Verfasst am: 16. Nov 2025 20:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Die erfolgreiche empirische Prüfung der Deduktionen bestätigt (oder bekräftigt) ja auch immer die Axiome, sodass man an der Theorie dran bleiben kann bzw. darf.


Als zusätzliche Absicherung macht man das, es ist auch sinnvoll, aber es ist eine zusätzliche Absicherung. Wenn man große Systeme baut, dann prüft man nicht jede einzelne Deduktion, sofern sie wirklich zwingend ist.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21468

Beitrag TomS Verfasst am: 16. Nov 2025 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

Manuel_91 hat Folgendes geschrieben:
Wenn man sie als Deduktion auffasst, dann muss man sie nicht mehr experimentell prüfen, weil eine Deduktion zwingend ist.

Der Schluss ist logisch zwingend, nicht jedoch die Prämisse, und daher auch nicht das Ergebnis.

Manuel_91 hat Folgendes geschrieben:
Die Herleitung der konstanten Lichtgeschwindigkeit c aus den Maxwellschen Gleichungen ist kein Fundament der SRT, sondern eher eine sekundäre Absicherung.

Nein, die Herleitung aus den Maxwellschen Gleichungen war eine Motivation allgemeinerer Prinzipien.

Ich höre jetzt auf, weil es nervt. Du verstehst schlicht nicht, wie Physik funktioniert, wie Physiker denken, welche Rolle welches Ergebnis spielt. Es ist sinnlos.

Manuel_91 hat Folgendes geschrieben:
Wenn du willst, kann ich aufzeigen, wie eng Maxwell und SRT tatsächlich zusammenhängen, ohne dass die SRT von Maxwell abhängt.

Nein, das will hier wohl niemand mehr.

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Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21468

Beitrag TomS Verfasst am: 16. Nov 2025 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Manuel_91 hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Den Physiker überzeugst du nicht Konjunktive sondern durch quantitativ zutreffende Ergebnisse und durch die Lösung tatsächlicher Probleme.

Wirklich überzeugen kann man nur durch Facharbeiten. Nicht durch kurzen Austausch in einem Forum. Ich hoffe das sieht hier jeder ähnlich.

Doch, das geht, und das sehen alle, die schon mal andere überzeugt haben oder selbst überzeugt wurden, anders. Auf mich trifft beides zu, insbs. hier.

Ich lasse mich gerne in unterschiedlichen Foren und Formaten überzeugen, aber nur von Experten, die über Wissen verfügen und nicht nur vortäuschen, einem nicht die Worte im Mund herumdrehen, die nicht ständig in der Sache falsche Behauptungen aufstellen.

Und da mir das zu mühsam wird, ist wieder mal Schluss.

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jh8979
Moderator


Anmeldungsdatum: 10.07.2012
Beiträge: 8762

Beitrag jh8979 Verfasst am: 17. Nov 2025 00:22    Titel: Antworten mit Zitat

Da ich als Moderator noch ergänzen kann: Es wurde Zeit.
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