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Die real existierende TI - Seite 6
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Qubit



Anmeldungsdatum: 17.10.2019
Beiträge: 1116

Beitrag Qubit Verfasst am: 21. Aug 2024 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Da bin ich aber gespannt.


Nun ja, die Anspielung auf Pauli war in dem Sinne gemeint, dass man "Lösungen" der QM-Probleme nicht grösser macht, indem man die QM-Probleme kleiner redet. Und das genau scheint mir bei der TI der Fall zu sein, indem man vermeint, die grundlegenden Phänomene und Probleme der QM letztlich doch im Rahmen klassischer Wahrscheinlichkeiten lösen zu können. Und es wundert mich etwas, dass du nach allen deinen kritischen Bemerkungen dazu auf diesen Zug aufspringst. Aber vielleicht Irre ich mich ja auch smile
Für mich steht zumindest fest, nach allen experimentellen Erfahrungen, dass sich weder die QM-Überlagerung noch die QM-Verschränkung, klassisch verstehen lässt. Alle klassischen Vergleiche mithin sinnlos sind. Und man darf davon ausgehen, dass alle klugen Köpfe, die sich darüber Gedanken gemacht und keine Lösung gefunden haben, das ähnlich beurteilen. Das ist letztlich die Quintessenz von Feynman, wenn er sagte, keiner verstehe Quantenmechanik. Um sie zu "verstehen", muss man zumindest QM-Überlagerung und QM-Verschränkung verstehen und interpretieren können, das kann die TI offensichtlich nicht.
Was die "intrinsische Zufälligkeit" angeht, mag ja die TI ein valides "Forschungsprogramm" im Rahmen der QFT sein. Aber dazu muss sie liefern. Bisher gab es dazu aber nur leere Versprechungen. Ich habe aber nicht nicht den Eindruck, dass sie dazu wesentliches liefern kann. Natürlich "vermischen" auf der letzten Meile der Messungen QM-Wahrscheinlichkeiten und klassische Wahrscheinlichkeiten. Aber Neumaier hatte angekündigt, mit der TI die "Absurditäten" der QM erklären zu können. Aber das kann er bisher nicht.
Woher nimmst du also deine unbegründete Zuversicht, dass TI eine vollumfängliche Interpretation der QM sein könnte?
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21468

Beitrag TomS Verfasst am: 21. Aug 2024 20:04    Titel: Antworten mit Zitat

Qubit hat Folgendes geschrieben:
… indem man vermeint, die grundlegenden Phänomene und Probleme der QM letztlich doch im Rahmen klassischer Wahrscheinlichkeiten lösen zu können.

Das ist nicht die Aussage der TI.

Es geht darum, dass das Messproblem letztlich den unverstanden Zusammenhang zwischen quantenmechanischen Prozessen und klassischen Phänomenen d.h. Detektorereignissen und deren Wahrscheinlichkeiten betrifft. Eine Lösung findet daher nicht ausschließlich im Rahmen klassischer Wahrscheinlichkeiten statt

Qubit hat Folgendes geschrieben:
Für mich steht zumindest fest, nach allen experimentellen Erfahrungen, dass sich weder die QM-Überlagerung noch die QM-Verschränkung, klassisch verstehen lässt.

Das behauptet doch auch niemand.



Qubit hat Folgendes geschrieben:
Um sie [die Quantenmechanik] zu "verstehen", muss man zumindest QM-Überlagerung und QM-Verschränkung verstehen und interpretieren können, das kann die TI offensichtlich nicht.

Die TI sagt nach meinen Verständnis, dass man zuerst berechnen können muss, was man beobachtet. Es gibt aber zig Phänomene, die heute niemand berechnen kann. Was soll ich dann interpretieren? Berechnungen mit unzureichenden oder falschen Ergebnissen?

Qubit hat Folgendes geschrieben:
Aber Neumaier hatte angekündigt, mit der TI die "Absurditäten" der QM erklären zu können. Aber das kann er bisher nicht.

Immerhin ist er ehrlich.

Qubit hat Folgendes geschrieben:
Woher nimmst du also deine unbegründete Zuversicht, dass TI eine vollumfängliche Interpretation der QM sein könnte?

Wieso ist sie unbegründet?

Wenn ein Forschungsprogramm sagt, ich kann diese Phänomene noch nicht berechnen, also ich arbeite daran, und andere sagen, ich interpretiere etwas, was nicht den beobachteten Phänomenen entspricht – wer hat dann die Nase vorn?

Das Ziel der TI ist weniger eine andere Interpretation sondern am besten gar keine.

_________________
Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
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