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Wurmloch = unendlich schnell?
 
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Benexeli



Anmeldungsdatum: 13.08.2025
Beiträge: 1

Beitrag Benexeli Verfasst am: 13. Aug 2025 10:16    Titel: Wurmloch = unendlich schnell? Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Meine Frage ist, ob ein unzerstörbares Atom, was auch nicht weiter Zerfallen kann, unendlich schnell wird (bzw 99,9... der Lichtgeschwindigkeit), wenn es durch zwei Wurmlöcher oder Portale fällt, die direkt übereinander und in einem Vakuum sind, sodass keine Reibung entsteht. Auch soll das Experiment auf einem Planeten stattfinden, wo die Anziehungskraft stark genug ist, dass das Atom mit beschleunigter Geschwindigkeit immer und immer wieder durch das Wurmloch fällt.

Meine Ideen:
Meiner Meinung nach müsste dieses Atom unendlich schnell werden können, auch wenn ich weiß, dass nichts schneller als licht wird, da es unendlich beschleunigt wird mit unendlicher Beschleunigung und auch eigentlich unendlicher Energie durch die Anziehungskraft. Da ich aber noch sehr unwissend in der Physik bin, würde ich mich über Antworten freuen.
MBastieK



Anmeldungsdatum: 06.10.2012
Beiträge: 1485
Wohnort: Berlin-Wedding

Beitrag MBastieK Verfasst am: 13. Aug 2025 10:53    Titel: Antworten mit Zitat

In dem Sinne?

Nette Grüsse



Ständig fallendes Objekt.jpg
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Ohne Rekursion ist Bewusstsein oder Kognition nur rudimentär.
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 5740

Beitrag DrStupid Verfasst am: 13. Aug 2025 11:14    Titel: Re: Wurmloch = unendlich schnell? Antworten mit Zitat

Benexeli hat Folgendes geschrieben:
Meine Frage ist, ob ein unzerstörbares Atom, was auch nicht weiter Zerfallen kann, unendlich schnell wird (bzw 99,9... der Lichtgeschwindigkeit), wenn es durch zwei Wurmlöcher oder Portale fällt, die direkt übereinander und in einem Vakuum sind, sodass keine Reibung entsteht.


Nein, auch mit Wurmlöchern kann man kein perpetuum mobile bauen. Wenn der Prozess zyklisch ist, dann hat das Atom am oberen Ende immer wieder die gleiche Geschwindigkeit. Um schneller zu werden, muss dem System entweder Energie zugeführt werden oder es müssen irgendwo im System Prozesse stattfinden, die die notwendige Energie liefern. Das geht dann aber nur so lange bis die Energiequelle erschöpft ist.
Sonnenwind



Anmeldungsdatum: 25.04.2022
Beiträge: 906

Beitrag Sonnenwind Verfasst am: 13. Aug 2025 12:18    Titel: Re: Wurmloch = unendlich schnell? Antworten mit Zitat

DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Benexeli hat Folgendes geschrieben:
Meine Frage ist, ob ein unzerstörbares Atom, was auch nicht weiter Zerfallen kann, unendlich schnell wird (bzw 99,9... der Lichtgeschwindigkeit), wenn es durch zwei Wurmlöcher oder Portale fällt, die direkt übereinander und in einem Vakuum sind, sodass keine Reibung entsteht.

Nein, auch mit Wurmlöchern kann man kein perpetuum mobile bauen.

Das kann man natürlich nur unterschreiben.

Allerdings könnte man die Lichtgeschwindigkeit überschreiten, wenn man sich in ein Schwarzes Loch fallen lässt. Man schlägt dann mit Überlichtgeschwindigkeit auf der (Punkt-)Singularität auf. Je nach Modell mit unendlicher, mindestens aber mit lächerlicher oder sogar wahnsinniger Geschwindigkeit.

https://www.youtube.com/watch?v=_ME8_-Kkc0Y

Allerdings ist man vorher schon spaghettisiert und man kann seinen Schöpfer (Spaghettimonster) fragen.

Von außerhalb des SL kann man das sowieso nicht beobachten.

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Das Photon: Eine Geschichte voller Missverständnisse.
MBastieK



Anmeldungsdatum: 06.10.2012
Beiträge: 1485
Wohnort: Berlin-Wedding

Beitrag MBastieK Verfasst am: 13. Aug 2025 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Um schneller zu werden, muss dem System entweder Energie zugeführt werden oder es müssen irgendwo im System Prozesse stattfinden, die die notwendige Energie liefern. Das geht dann aber nur so lange bis die Energiequelle erschöpft ist.

Die Energie-Erhaltung als (argumentative) Prämisse zu nehmen befreit einen von einer expliziten oder differenzierten Erklärung.

Edit:
Ich bin mir sicher, dass er die Frage stellt gerade weil er sich des Energie-Erhaltungs-Satzes bewusst ist.

DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Wenn der Prozess zyklisch ist, dann hat das Atom am oberen Ende immer wieder die gleiche Geschwindigkeit.

Warum?

Nette Grüsse

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TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21468

Beitrag TomS Verfasst am: 13. Aug 2025 17:13    Titel: Antworten mit Zitat

Für die Geschwindigkeit eines massebehafteten Objektes entlang einer beliebigen d.h. ggf. auch beschleunigten Weltlinie in einer beliebigen Raumzeit inkl. schwarzer Löcher oder Wurmlöcher ist immer die folgende Bedingung erfüllt:

Aus Sicht eines beliebigen anderen Beobachter, der sich in einem beliebigen Punkt P entlang der Weltlinie des Objektes befindet, bewegt sich das Objekt in P immer mit einer Geschwindigkeit kleiner der Lichtgeschwindigkeit; d.h. die in P lokale Relativgeschwindigkeit ist immer kleiner als die Lichtgeschwindigkeit.

Für andere Punkte Q, d.h. für von Q entfernte Objekte, ist der Geschwindigkeitsbegriff in P bzgl. Q zunächst sinnlos.

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Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 5740

Beitrag DrStupid Verfasst am: 13. Aug 2025 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

MBastieK hat Folgendes geschrieben:
DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Wenn der Prozess zyklisch ist, dann hat das Atom am oberen Ende immer wieder die gleiche Geschwindigkeit.

Warum?


Weil es sonst ein perpetuum mobile wäre. Das ist ja gerade dadurch charakterisiert, dass es in einem zyklischen Prozess mehr Energie abgibt, als es aufnimmt. Wenn sich Wurmloch und Gravitationszentrum jedes Mal, wenn das Atom oben heraus kommt, wieder im gleichen Zustand befinden (das macht den Prozess zyklich), dann haben sie auch immer wieder die gleiche Energie. Sie kommen also beide nicht als Enegiequelle für die Beschleunigung des Atoms in Frage. Es müsste dafür eine externe Energiequelle geben, von der aber nicht die Rede ist.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21468

Beitrag TomS Verfasst am: 13. Aug 2025 22:02    Titel: Antworten mit Zitat

Betrachten wir eine stationäre Raumzeit mit einem geeigneten zeitartigen Killingvektorfeld xi, sodass



Dann ist für eine geodätische d.h. kräftefreie Bewegung mit Viererimpuls p



die Größe



eine Erhaltungsgröße, d.h.



Dies folgt mittels der Geodäten- und Killing-Gleichung.

Eine derartige stationäre Raumzeit mit geschlossenen zeitartigen Kurven wäre z.B. das Gödel-Universum.

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Zuletzt bearbeitet von TomS am 14. Aug 2025 05:03, insgesamt einmal bearbeitet
Teflonmann



Anmeldungsdatum: 05.06.2025
Beiträge: 25

Beitrag Teflonmann Verfasst am: 13. Aug 2025 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

Bitte nicht schonwieder Gödel Universum.
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An mir bleibt nichts haften, ich bin für die Ewigkeit.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21468

Beitrag TomS Verfasst am: 14. Aug 2025 05:05    Titel: Antworten mit Zitat

Das Gesagt gilt für jede stationäre Raumzeit; diese kann auch Wurmlöcher und geschlossene zeitartige Kurven enthalten; das Gödel-Universum ist da nur ein Beispiel.

Es gilt nicht für unser expandierendes Universum.

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DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 5740

Beitrag DrStupid Verfasst am: 14. Aug 2025 11:00    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Eine derartige stationäre Raumzeit mit geschlossenen zeitartigen Kurven wäre z.B. das Gödel-Universum.


Brauchen wir hier unbedingt geschlossene zeitartige Kurven? Anstatt das Problem komplizierter zu machen, sollten wir es lieber vereinfachen. Wenn wir das Atom beispielsweise durch einen ganz gewöhnlichen Looping fliegen lassen, dann ist klar, dass es nicht mit jedem Umlauf schneller wird. Warum sollte sich das ändern, wenn der Weg nach oben durch ein Wurmloch führt?
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21468

Beitrag TomS Verfasst am: 14. Aug 2025 11:08    Titel: Antworten mit Zitat

DrStupid hat Folgendes geschrieben:
TomS hat Folgendes geschrieben:
Eine derartige stationäre Raumzeit mit geschlossenen zeitartigen Kurven wäre z.B. das Gödel-Universum.

Brauchen wir hier unbedingt geschlossene zeitartige Kurven?

Nein, brauchen wir nicht, da meine Antwort davon nicht abhängt; wir brauchen ein stationäres Universum, da andernfalls kein Killingvektor existiert, mittels dessen man eine Erhaltungsgröße definieren kann; das ist analog zum Noether-Theorem.

DrStupid hat Folgendes geschrieben:
Anstatt das Problem komplizierter zu machen ...

Wurmlöchern und Portalen wurden in der Eingangsfrage genannt, ohne dies näher zu konkretisieren; deswegen gehe ich darauf ein.

DrStupid hat Folgendes geschrieben:
... sollten wir es lieber vereinfachen. Wenn wir das Atom beispielsweise durch einen ganz gewöhnlichen Looping fliegen lassen, dann ist klar, dass es nicht mit jedem Umlauf schneller wird. Warum sollte sich das ändern, wenn der Weg nach oben durch ein Wurmloch führt?

Keine Ahnung.

Du hast ja recht, ob ein Wurmloch vorliegt, spielt letztlich keine Rolle.
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