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Variable Lichtgeschwindigkeit
 
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Petanque_1306
Gast





Beitrag Petanque_1306 Verfasst am: 13. Jun 2025 11:02    Titel: Variable Lichtgeschwindigkeit Antworten mit Zitat

(a) gehen wir mal hypothetisch davon aus, daß es eine variable Lichtgeschwindigkeit geben könnte bzw. daß v = c ein zeitabhängiger Parameter ist, also dann eher v(t) = c(t)

(b) und nehmen an, daß wir heute Licht von zwei kosmischen Ereignissen empfangen. Bei (1) war das Universum 6 Gy alt und das Licht kommt mit z = 1 bei uns an und bei (2) war das Universum 2 Gy alt mit Licht welches um z = 3 rotverschoben ankommt.

(c) Die Lichtgeschwindigkeit wäre bei (1) 25% geringer als heute gewesen und bei (2) 35% geringer als heute.

Würde dieses beschriebene Szenario dazu führen, daß jemand, der aus den Daten von (1) und (2) einen Hubbleparameter ermitteln wollte
rein rechnerisch unterschiedliche Ergebnisse bekommen würde ?
Corbi



Anmeldungsdatum: 17.07.2018
Beiträge: 499

Beitrag Corbi Verfasst am: 13. Jun 2025 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

ich denke es kommt sehr darauf wie genau die variable Lichtgeschwindigkeit in das kosmologische Modell implementiert wird und wie genau der Hubble-Parameter darin definiert wird - was beides nicht trivial ist, da die naive Annahme einer variablen Lichtgeschwindigkeit die Lorentzinvarianz bricht und damit die Allgemeine Relativitätstheorie nicht mehr klar definiert ist, auf der ja unsere kosmologischen Modelle beruhen.

Die Idee eine variable Lichtgeschwindigkeit in die Kosmologie einzuführen wurde bereits intensiv studiert z.B. von João Magueijo am Imperial College in London.

Siehe: https://arxiv.org/abs/astro-ph/0305457

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Die Natur beginnt eben nicht mit Elementen, so wie wir genötigt sind mit Elementen zu beginnen - Ernst Mach
Petranque_1706
Gast





Beitrag Petranque_1706 Verfasst am: 17. Jun 2025 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für die Antwort. Um es einzugrenzen, ich meinte eine zeitlich variable Lichtgeschwindigkeit z.b. zum Zeitpunkt t_0 ist v=c_0, und alle physikalischen Prozesse, die zum Zeitpunkt t_0 vonstatten gehen tun dies unter v=c. Zum Zeitpunkt t_x war die Lichtgeschwindigkeit hypothetisch v=c_x und die physikalischen Prozesse liefen unter v=c_x ab.

Zurück zur Ursprungsfrage, würden "zwei Lichtgeschwindigkeiten" zu zwei kosmologischen Zeitpunkten zu einer Differenz der Hubblevariable führen, wenn man eintreffendes Licht dieser beiden Ereignisse vermisst?
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