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Mechanische und elektrische Arbeit
 
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Marcel100



Anmeldungsdatum: 18.11.2024
Beiträge: 1

Beitrag Marcel100 Verfasst am: 22. Nov 2024 08:53    Titel: Mechanische und elektrische Arbeit Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Hallo, die mechanische Arbeit wird mit F*s berechnet und die elektrische mit U*I"t. Warum spielt bei der elektrischen Arbeit die Zeit eine Rolle und bei der mechanischen Arbeit nicht?

Meine Ideen:
_
Aruna



Anmeldungsdatum: 28.07.2021
Beiträge: 1610

Beitrag Aruna Verfasst am: 22. Nov 2024 10:06    Titel: Re: Mechanische und elektrische Arbeit Antworten mit Zitat

Marcel100 hat Folgendes geschrieben:
Meine Frage:
Hallo, die mechanische Arbeit wird mit F*s berechnet und die elektrische mit U*I"t. Warum spielt bei der elektrischen Arbeit die Zeit eine Rolle und bei der mechanischen Arbeit nicht?


Die mechanische Arbeit kann man auch berechnen als Leistung*Zeit (P*t)
Oder den Weg als: s=v*t (bei konstantem v)
Spielt bei der mechanischen Arbeit nun die Zeit auch eine Rolle oder nicht?

Tipp: Überlege Dir, wie die elektrische Stromstärke über die Ladung definiert ist und was man erhält, wenn man die mit t multipliziert.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21468

Beitrag TomS Verfasst am: 22. Nov 2024 12:42    Titel: Antworten mit Zitat

Man muss immer genau unterscheiden, was gemeint ist.

Zunächst mal bedeutet Arbeit W = Fs, dass man einen Körper entlang einer Strecke s gegen eine konstante Kraft F bewegt und diesem Körper dadurch potentielle Energie zuführt. Umgekehrt kann die Kraft (bzw. das Feld) an diesem Körper Arbeit verrichten und die potentielle in kinetische Energie umwandeln.

Die potentielle Energie im Gravitations- bzw. im elektrischen Feld haben dabei analoge Form E = mgh bzw. E = qEd; d.h. Masse m entspricht Ladung q des Körpers, Gravitationsfeld g entspricht elektrischem Feld E, und Höhendifferenz h entspricht Abstand d.

W = UIt besagt etwas anderes, nämlich dass das elektrische Feld E = U/d in einem ohmschen Leiter, was der Spannung U über eine Strecke d entspricht, Arbeit an den Ladungsträgern im Leiter verrichtet, wodurch diese aber nicht beschleunigt werden sondern (aufgrund des ohmeschen Widerstandes) mit einer konstanten Geschwindigkeit v durch den Leiter fließen; daraus resultiert ein konstanter Strom I = dQ/dt durch den Leiterquerschnitt, d.h. Ladung pro Zeit durch diese Querschnittsfläche.

Das ist etwas anderes als die Beschleunigung eines einzelnen frei fallenden Teilchen im Gravitationsfeld, und etwas anderes als die Beschleunigung einer Ladung zwischen zwei Kondensatorplatten (im Vakuum zwischen den Platten). Es entspräche eher dem Fall vieler Körper im Gravitationsfeld und unter dem Einfluss von Reibung bei konstanter Endgeschwindigkeit.
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