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Beweis des Thevenin Theorems (Lineare Netzwerke)
 
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DunkDream



Anmeldungsdatum: 19.06.2011
Beiträge: 10

Beitrag DunkDream Verfasst am: 20. Jun 2011 18:28    Titel: Beweis des Thevenin Theorems (Lineare Netzwerke) Antworten mit Zitat

Hallo Community,

eine Sache, die mich schon sehr lange beschäftigt, quasi schon seit ich das erste mal etwas von dem Netzwerkanalyseverfahren der sogennanten Ersatzspannungsquelle in der Elektrotechnik gehört habe, ist der Beweis des Thevenin Theorems.

Wikipedia sagt nur, dass es sich mit dem Superpositionsprinzip beweisen lässt. Aber wie genau?

Ich würde mich freuen wenn ihr mir helfen würdet.

Vielen Dank!

Beste Grüße,

DunkDream
schnudl
Moderator


Anmeldungsdatum: 15.11.2005
Beiträge: 6979
Wohnort: Wien

Beitrag schnudl Verfasst am: 20. Jun 2011 18:39    Titel: Antworten mit Zitat

Im Prinzip beruht das einfach auf dem Überlagerungssatz: die Ausgangsspannung eines ausschließlich aus linearen Elementen aufgebauten Zweipols muss linear in den darin enthaltenen Spannungsquellen sein. Hilft dir das als Denkanstoß weiter?
_________________
Wenn du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen (Goethe)
DunkDream



Anmeldungsdatum: 19.06.2011
Beiträge: 10

Beitrag DunkDream Verfasst am: 20. Jun 2011 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Leider nur bedingt, da wir den Überlagerungssatz in der Schule nicht wirklich gut besprochen haben.

Du müsstest also deine Erklärung doch etwas ausweiten damit ich das ganze nachvollziehen kann.

Beste Grüße,

DunkDream
schnudl
Moderator


Anmeldungsdatum: 15.11.2005
Beiträge: 6979
Wohnort: Wien

Beitrag schnudl Verfasst am: 20. Jun 2011 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

Beweisskizze (wenn man nicht strenger Mathematiker ist, ist es wohl auch als "Beweis" zu akzeptieren):

Du hast ein Netzwerk aus inneren Spannungsquellen Ui und einer externen Spannung Ua. Aus Linearitätsgründen (lineares Netzwerk) gilt für den Ausgangsstrom Ia:



Warum? Du hast ja sicher schon erkannt, dass sich bei Netzwerkaufgaben lineare Gleichungssysteme ergeben, die man in der Matrixform



schreiben kann. Die obige Gleichung ist davon irgendeine Zeile.

Für den gedachten Ersatzzweipol hast du



a)

Der Koeffizentenvergleich führt auf



ka ist aber andererseits




Das gibt bereits die Meßvorschrift für Ri an: ersetze alle Spannungsquellen durch Kurzzschlüsse (Ui=0), lege eine Spannung Ua an und messe den Strom -Ia. Das Verhältnis ist der Ersatz-Innenwiderstand.

b)
Die Leerlaufspannung U0 bekommst du, indem du Ia=0 setzt:



oder, mit neuen Koeffizienten



Das kann man schreiben als (siehe Eulerscher Satz für homogene Funktionen, vielleicht aus der Thermodynamik bekannt):



In der Summe stehen die Einzelauswirkungen der einzelnen U_i auf Ua wenn jeweils die anderen U_i gleich Null gesetzt werden, was nichts anderes ist als der Überlagerungssatz.

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