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Perpetuum Mobile doch möglich?
 
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nick2000
Gast





Beitrag nick2000 Verfasst am: 03. Jan 2026 13:30    Titel: Perpetuum Mobile doch möglich? Antworten mit Zitat

Meine Frage:
Hallo zusammen,

ich bastle gerade an einem kleinen Versuchsaufbau mit einem Curie-Motor (thermomagnetischer Antrieb). Das Prinzip ist ja bekannt: Ein Ferrit wird über seine Curie-Temperatur erhitzt, verliert den Magnetismus und wird durch die Abkühlung wieder angezogen.

Jetzt habe ich aber ein Video gesehen (hier: https://www.youtube.com/watch?v=3dYTYSqlU9k), bei dem das Ganze so extrem effizient und kontinuierlich läuft, dass ich mich frage: Könnte man dieses Temperaturgefälle der Umgebung theoretisch so weit optimieren, dass das System mehr Arbeit verrichtet, als man an Exergie reinsteckt?

Mir ist klar, dass ein Perpetuum Mobile laut Thermodynamik unmöglich ist. Aber wenn ich mir die Drehzahl in dem Video ansehe, wirkt das fast so, als gäbe es da einen "Loophole", den ich nicht verstehe. Liegt es nur an der geringen Reibung oder übersehe ich eine fundamentale Energiequelle, die der Typ im Video nutzt?

Ich würde das gerne nachbauen, will aber vorher verstehen, warum das eben kein Perpetuum Mobile ist (auch wenn es verdammt so aussieht).

Was meint ihr zu dem Aufbau in dem Clip?

Danke und Grüße,

Meine Ideen:
Die theoretische Annahme: Der Motor entzieht dem Wärmereservoir (der Kerze/Heizquelle) Energie und gibt einen Teil an die kühlere Umgebung ab. Die Effizienz müsste also durch den Carnot-Wirkungsgrad $\eta = 1 - \frac{T_{cold}}{T_{hot}}$ nach oben begrenzt sein.
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 1653

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 03. Jan 2026 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Das Problem ist Du brauchst kaltes Wasser und ein wärmeren Raum. Für beides braucht man Energie um das zu realisieren. Wenn das Wasser die Raumtemperatur angenommen hat hört das ganze auf.
Aber ein lustiges Gadget.
Aruna



Anmeldungsdatum: 28.07.2021
Beiträge: 1610

Beitrag Aruna Verfasst am: 03. Jan 2026 16:32    Titel: Re: Perpetuum Mobile doch möglich? Antworten mit Zitat

nick2000 hat Folgendes geschrieben:
Meine Frage:
Hallo zusammen,

ich bastle gerade an einem kleinen Versuchsaufbau mit einem Curie-Motor (thermomagnetischer Antrieb). Das Prinzip ist ja bekannt: Ein Ferrit wird über seine Curie-Temperatur erhitzt, verliert den Magnetismus und wird durch die Abkühlung wieder angezogen.

Jetzt habe ich aber ein Video gesehen (hier: https://www.youtube.com/watch?v=3dYTYSqlU9k), bei dem das Ganze so extrem effizient und kontinuierlich läuft, dass ich mich frage: Könnte man dieses Temperaturgefälle der Umgebung theoretisch so weit optimieren, dass das System mehr Arbeit verrichtet, als man an Exergie reinsteckt?


die Physik sagt nein, aber versuch Dein Glück... Big Laugh

nick2000 hat Folgendes geschrieben:

Ich würde das gerne nachbauen, will aber vorher verstehen, warum das eben kein Perpetuum Mobile ist (auch wenn es verdammt so aussieht).


Ein Perpetuum Mobile müsste - einmal angestoßen - ewig in Bewegung bleiben, macht dieser Versuchsaufbau nicht, sobald die Kühleinheit die Raumtemperatur hat funktioniert das nicht mehr. Wird auch in dem Video gesagt.


nick2000 hat Folgendes geschrieben:

Die theoretische Annahme: Der Motor entzieht dem Wärmereservoir (der Kerze/Heizquelle) Energie und gibt einen Teil an die kühlere Umgebung ab. Die Effizienz müsste also durch den Carnot-Wirkungsgrad $\eta = 1 - \frac{T_{cold}}{T_{hot}}$ nach oben begrenzt sein.


Motor? Kerze? Heizquelle?
In dem verlinkten Video wird ein Kügelchen aus ferromagnetisches Material (Gadolinium) mit einer Übergangstemperatur bei Raumtemperatur unter die Curietemperatur abgekühlt, wird ferromagnetisch von einem Magneten auf eine Rampe gehoben, dann [edit] erwärmt es sich durch die Umgebungstemperatur über Curie-Temperatur, wird wieder unmangnetisch und kann die Rampe runter rollen.
Aber ja, hier gibt prinzipiell es warmes und ein kaltes Reservoir, und der Wäremefluss von warm zu kalt wird genutzt, um Arbeit zu verrichten.
=> Wärmekraftmaschine.
Der Wirkungsgrad sollte durch den idealen nach oben begrenzt sein.


Zuletzt bearbeitet von Aruna am 03. Jan 2026 16:40, insgesamt einmal bearbeitet
Nobby1



Anmeldungsdatum: 19.08.2019
Beiträge: 1653

Beitrag Nobby1 Verfasst am: 03. Jan 2026 16:36    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
von einem Magneten auf eine Rampe gehoben, dann kühlt es ab, und und wird wieder unmangnetisch und kann die Rampe runter rollen.

Das Kügelchen erwärmt sich wieder, abgekühlt wurde es vom Wasser,
Aruna



Anmeldungsdatum: 28.07.2021
Beiträge: 1610

Beitrag Aruna Verfasst am: 03. Jan 2026 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Nobby1 hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
von einem Magneten auf eine Rampe gehoben, dann kühlt es ab, und und wird wieder unmangnetisch und kann die Rampe runter rollen.

Das Kügelchen erwärmt sich wieder, abgekühlt wurde es vom Wasser,


Ja, natürlich, hab's korrigiert.
Danke für den Hinweis
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