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Artikel Uni Bonn zu Hubble-Tension aus 2023
 
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_Klaus_Koblach_
Gast





Beitrag _Klaus_Koblach_ Verfasst am: 26. März 2025 12:01    Titel: Artikel Uni Bonn zu Hubble-Tension aus 2023 Antworten mit Zitat

Hallo,

ist das im Artikel beschriebene Modell der "lokalen Blase geringerer Materiedichte" aktuell noch ein heißer Kandidat für die Erklärung der Hubble-Tension?

Ich kann hier keinen Link posten, deshlab bitte mal googeln nach "Neue mögliche Erklärung für die Hubble-Spannung", es giibt da eine Seite bei der Uni Bonn ...

Thanks
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21468

Beitrag TomS Verfasst am: 06. Apr 2025 08:03    Titel: Antworten mit Zitat

Zunächst mal ist die Hubble-Tension ein ernsthaftes Problem; man versteht offensichtlich etwas ganz grundsätzliches nicht. In so einer Situation kann man m.E. nicht vorschnell mögliche Erklärungen ausschließen.

Bei der von der Bonner Gruppe vorgeschlagenen Erklärung muss man zwei Dinge unterscheiden:
1) die Existenz einer lokalen Blase mit schnellerer Expansion
2) eine spezielle Erklärung dafür, nämlich MOND, für deren Existenz

(1) bedeutet, man sucht die Lösung nicht in der falschen Kalibrierung der Entfernungsmessung, d.h. es handelt sich um einen echten, nicht um einen Scheineffekt; letzteres wäre eine Alternative, aber soweit ich das übersehe, sind sich die Astrophysiker zunehmend sicher, dass ihre Messungen sind.

(2) muss man deswegen noch nicht unterschreiben.

Die Existenz einer lokalen Blase – und ggf. weiterer – ist dabei keine neue Idee. Auch die Hypothese, dass das Universum auf großen Skalen homogen und isotrop ist, wird schon länger bezweifelt.

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Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.
DrStupid



Anmeldungsdatum: 07.10.2009
Beiträge: 5740

Beitrag DrStupid Verfasst am: 07. Apr 2025 18:24    Titel: Antworten mit Zitat

TomS hat Folgendes geschrieben:
Die Existenz einer lokalen Blase – und ggf. weiterer – ist dabei keine neue Idee. Auch die Hypothese, dass das Universum auf großen Skalen homogen und isotrop ist, wird schon länger bezweifelt.


So weit muss man gar nicht gehen. Schon die Inhomogenität auf Skalen der Voids könnte das einen signifikanten Effekt haben. Es ist ja schließlich nicht dasselbe ob sich Licht durch ein komplett homogenes Universum bewegt oder ständig zwischen Bereichen mit hoher und niedriger Dichte (und dementsprechend schneller oder langsamer Expansion) hin und her wechselt.
TomS
Moderator


Anmeldungsdatum: 20.03.2009
Beiträge: 21468

Beitrag TomS Verfasst am: 08. Apr 2025 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Ich meinte das so, dass man über die Skalen hinausgehen muss, die man mittels anderer Objekte als der CMB beobachtet. Nur letztere führt zur Hubble Tension, und damit sind wir automatisch beim gesamten beobachtbaren Universum.
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