| Pfirsichmensch |
Verfasst am: 05. Jun 2015 13:25 Titel: |
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Hallo,
der Arbeitspunkt ist ganz einfach gesagt: Der Punkt bei dem deine Schaltung "funktioniert". Mathematisch: Der Schnittpunkt zweier Funktionen.
1. Beispiel: Lineare Bauelemente und lineare Spannungsquelle
Die Kennlinie einer linearen Spannungsquelle wird beschrieben durch:
Die eines ohmschen Widerstandes der an die Klemmen angeschlossen wird:
Wenn du nun deine Quelle mit einem ohmschen Widerstand belastest, dann stellt sich an den Klemmen eine Spannung ein, sodass die Last einen Strom führt. Diese beiden Punkte entsprechen genau dem Schnittpunkt der beiden Geraden, was dem Arbeitspunkt entspricht.
2. Beispiel: Nichtlinearer Widerstand wird an linearer Quelle betrieben.
Stell dir beispielsweise einen Varistor oder eine Glühbirne vor. Wenn du deine lineare Quelle mit der Glühbirne belastet, dann musst du i. A. den Arbeitspunkt grafisch ermitteln, da die Kennlinie einer Glühbirne analytisch nicht einfach zu erfassen ist. Du zeichnest einfach deine Kennlinie
(Gerade ziehen vom Kurzschlussstrom bis zur Leerlaufspannung) und schaust, wo die Gerade die Lastkurve schneidet. Dies entspricht deinem Arbeitspunkt und der Quotient aus Spannung am Arbeitspunkt und Strom am Arbeitspunkt dem wirksamen Widerstand der Glühbirne bei diesem Arbeitspunkt.
| Zitat: | | Also zb bei einer Diode, ab wann sie durchlässt. Der Arbeitspunkt ist halt ein Punkt der zur Dimensionierung des Bauteils dient. |
Daher hat dies nichts mit einem Arbeitspunkt zu tun. Dioden haben bestimmte Schwellspannungen ab denen sie sehr niederimpedant werden und somit anfangen zu leiten. Die Kennlinie deiner Quelle könnte die Diode sonst wo schneiden, trotzdem werden beispielsweise Siliziumdioden schon ab ungefähr 0.7 V leitend.
Alles klar? |
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