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Rmn
BeitragVerfasst am: 22. Aug 2011 18:39    Titel:

Für eine numerische Lösung muss du alle Werte einsetzen. D.h. du bekommst keine allgemeine Formel, sondern nur einen Wert raus. Das wird dann mittels eines Computers gemacht. Das lohnt sich nur, wenn du ein wirkliches Problem bearbeitest. Für Hausaufgabe etc. soll man Näherung nehmen.
Kokser9
BeitragVerfasst am: 22. Aug 2011 18:04    Titel:

Ok. Kann man das Gleichungssystem denn dann irgendwie anders bzw. numerisch lösen und wenn ja wie?

Vielen Dank schon mal
Rmn
BeitragVerfasst am: 22. Aug 2011 17:51    Titel:

Kokser8 hat Folgendes geschrieben:

Wieso darf man diese Vereinfachungen bzgl gekoppelter und quadratischer Terme denn überhaupt machen?
Es ist keine Frage von "darf", es ist eine Näherung. Das ist dasselbe, wie wenn man Pi=3 setzen würde. Man kann es machen, das Ergebnis wird aber nicht exact.
Kokser8
BeitragVerfasst am: 22. Aug 2011 16:55    Titel:

Also mit Vereinfachung komme ich durch lösen der Gleichung


zunächst auf den Ausdruck:


diese Beziehung würde man auch erhalten wenn man die kinetische Energie gleich der elektrischen Energie setzten würde und dann nach v auflösen würde.

Dann würde man normalerweise so vorgehen, dass man den Ausdruck nach dt auflöst und dann über Inegration der rechten Seite über dr einen Ausdruck für t(r) erhält:



dieses Integral ist jedoch nicht so einfach zu berechnen. Normalerweise würde man aus dieser Lösung dann wieder nach r umstellen und hätte so einen Ausdruck für r(t).

Wieso darf man diese Vereinfachungen bzgl gekoppelter und quadratischer Terme denn überhaupt machen?
Rmn
BeitragVerfasst am: 22. Aug 2011 16:34    Titel:

Nicht analytisch. Poste mal, was und wie du da ausgerechnet hast.
Kokser7
BeitragVerfasst am: 22. Aug 2011 14:52    Titel:

Also irgendwie komme ich nicht mehr so recht weiter...

Du hast geschrieben, ich solle die vereinfachte DGL lösen und dann in die zweite vereinfachte einsetzen.
mir ist noch nicht ganz klar, was für einen Ausdruck ich bekomme, wenn ich die erste Gleichung (richtig...) löse. Ich müsste dann doch einen Ausdruck für r(t) erhalten. Nach meiner ersten Rechnung erhalte ich aber einen Ausdruck für r, der nicht von t abhängt.

Wenn ich diese Lösung dann in die zweite Gleichung einsetze, wie muss ich das genau tun, bzw. was soll dabei herauskommen?

p.s. Ist die Aufgabe ohne die gemachten Vereinfachungen überhaupt lösbar?[/quote]
Rmn
BeitragVerfasst am: 22. Aug 2011 10:40    Titel:

Kokser5 hat Folgendes geschrieben:

Nach etwas rumrechnen kommt man dann auf einen Ausdruck:


Hier kannst du eine Variablentrennung machen. Das Integral existiert zwar aber eine Umkehrfunktion r(t) gibt es nicht, daher ist wiederum eine Näherung sinnvoll.
Zitat:

Hallo nochmal,

Ich habe jetzt durch ein paar Vereinfachungen einmal eine Formel für r(t) und eine für phi(t).

Wie komme ich durch diese Formeln dann auf den zurückgelegten Weg ( die Bogenlänge) der beschriebenen Kruve?

Danke schonmal

Die Länge solltest du mit der dieser Formel berechnen können:

Beachte, dass du beim Lösen deiner DGL die Konstanten entsprechend gewählt haben sollst. Wenn die Ladung von der inneren Platte startet, dann soll r(t=0) natürich auch dort sein.

PS: Die Formel kommt aus der Überlegung, dass man die infinitismale Kurvenstücke |dr| aufsummiert.

dann wird mittels Substitution das Parameter auf t geändert.
Kokser6
BeitragVerfasst am: 22. Aug 2011 09:16    Titel:

Hallo nochmal,

Ich habe jetzt durch ein paar Vereinfachungen einmal eine Formel für r(t) und eine für phi(t).

Wie komme ich durch diese Formeln dann auf den zurückgelegten Weg ( die Bogenlänge) der beschriebenen Kruve?

Danke schonmal
Kokser5
BeitragVerfasst am: 21. Aug 2011 17:36    Titel:

Mein Problem ist das Lösen der DGL:

Dabei handelt es sich um eine spzielle autonome DGL 2. Ordnung.

Nach etwas rumrechnen kommt man dann auf einen Ausdruck:
[/latex]

Ich wollte jetzt diesen Ausdruck nach dt auflösen und dann über dr inegrieren, sodass ich eine Formel für die Zeit t(r) bekomme. An diesem Punkt komme ich dann aber nicht mehr weiter, bzw. das überhaupterrichtige Ansatz?
Kokser4
BeitragVerfasst am: 21. Aug 2011 10:56    Titel:

Hallo nochmal,

Ok so weit so gut. Ich habe jetzt nur noch einige Probleme damit, die vereinfachten DGL's zu lösen.
Hast du da evtl auch einen geeigneten Ansatz wie ich da am besten vorgehen kann?
Rmn
BeitragVerfasst am: 21. Aug 2011 09:52    Titel:

r ist die Koordinate der Position des Elektrons bezüglich der Mitte des Zylinderkondensators. In Polarkoordinaten wird die Position nicht durch x und y angegeben, sondern durch r und phi. Der tatsächlich zurückgelegte Weg muss dann durch integrieren ausgerechnet werden.

Zitat:
Und woher kommt die Beziehung für die Geschwindigkeit und die Beschleunigung in Polarkoordinaten?

Position in Polarkoordinaten als Länge mal Richtung des Vektors geschrieben:

Die momentane Geschwindigkeit ist die zeitliche Ableitung des Ortes:

dabei ist

durch direktes ausrechnen.
Das ganze ist eine Sache für Formelsammlung, man rechnet es ein mal im Leben durch und schaut das nächte mal einfach in Formelsammlung nach.
Kokser3
BeitragVerfasst am: 21. Aug 2011 09:30    Titel:

Schon mal Danke.
Bezeichnet das r in deinem Ansatz den Radius oder den tatsächlich zurückgelegten Weg?

Und woher kommt die Beziehung für die Geschwindigkeit und die Beschleunigung in Polarkoordinaten?
Rmn
BeitragVerfasst am: 20. Aug 2011 21:52    Titel:

Der Ausgangspunkt ist die Newtonsche Bewegungsgleichung , damit


Da B entlang der z-Achse orientiert ist

und die el. Kraft auf eine Ladung in einem Zylinderkondensator

mit Abkürzung:


Damit haben wir:

Mit Beschleunigung und Geschwindigkeit in Polakoordinaten(bzw. Zylinderkoordinaten)



eingesetzt ergibt das



D.h. für Radialkomponente

und Tangentialkomponente


Das ist ein gekoppeltes Gleichungsssytsem, was du lösen muss. Allerdings ist es höhstwahrscheinlich nicht extact lösbar, daher eine Näherung, wo man quadratische und gekoppelte Terme vernachlässigt.


Wenn du genauer hinschaust, dann siehst du, dass es genau die Gleichungen sind, die man bekommen würde, wenn man annimmt, dass die Lorenzkraft immer senkrecht zu radialer Richtung wäre und nicht zu momentanem Geschwindigkeitsvektor.
mit anderen Worten ist die erste Gleichung einfach nur

und die zweite

was man mit dem primitivsten Ansatz rausbekommen würde.

Löse

dann setze in

und löse diese. Dann hast du deine Kurve und kannst die Länge ausrechnen.
franz
BeitragVerfasst am: 20. Aug 2011 21:29    Titel:

Vorweg: Es könnte zweckmäßig sein, das ganze vektoriell / LaTEX zu schreiben. Wenn ich richtig verstehe, kommt es ohne E - Feld mit Anfangsgeschwindigkeit zu Kreis- oder Spiralbahnen. Das (inhomogene und beschleunigende!) E Feld "deformiert" diese nach außen hin. Dafür müßte man erstmal die Bewegungsgleichungen in angepaßten Koordinaten schreiben ... s(t) grübelnd
Kokser2
BeitragVerfasst am: 20. Aug 2011 19:40    Titel:

Hallo,

ja als Ansatz habe ich F_ges = m*a bzw. F_ges = m*dv_ges/dt gewählt.

Dabei unterteilt sich F_ges in eine radiale und eine tangentiale Komponente wie folgt:

F_rad = F_elektrisch + F_Lorentz + F_Zentrifugal
= e*E + e*v_tan*B + m*v_tan^2/r

F_tan = e*B*v_rad

die Frage ist nun wie ich diese beiden Gleichungen dazu nutzen kann, um in Abhängigkeit der Spannung (die Einfluss auf F_elektrisch hat) und des B-Feldes eine Formel für den zurückgelegten Weg erhalte.
Das müsste doch eigentlich über Integration von v_ges gehen.
Mein Problem ist, dass ich nicht so genau weiss, wie ich das mit den 2 unterschiedlichen Geschwindigkeitsvektoren handhaben kann.
Rmn
BeitragVerfasst am: 20. Aug 2011 19:05    Titel:

1) ja
2) ja
3) nein, es sei du willst es dir ganz schwer machen und im Bezugssystem des Elektrons rechnen.
Der Ansazt könnte das alte gute F=ma sein, dabei wäre F die Summe der beiden von dir genannten Kräften.
Kokser
BeitragVerfasst am: 20. Aug 2011 15:32    Titel: Elektron im elektromagnetischen Feld

Meine Frage:
Hallo,

Ich suche die Lösung zu folgendem Problem:

Man betrachte einen Zylinderkondensator in dem sich nach anlegen einer Gleichspannung ein radiales E-Feld ausbildet. befindet sich ein Elektron am inneren Radius des Zylinderkondensators, so wird es aufgrund der elektrischen Kraft radial nach aussen beschleunigt. So weit so gut. Bringt man nun ein B-Feld senkrecht zum elektrischen Feld auf (also in Richtung der z-Achse, bzw. der Rotationsachse des Zylinderkondensators) wird das Elektron aufgrund der Lorentzkraft auf eine Art Spiralbahn gelenkt.
Ich würde nun gerne die Länge des Weges, den dieses Elektron zurücklegt in Abhängigkeit der angelegten Spannung und des B-Feldes berechnen.

Meine Ideen:
Es wirken im Prinzip 3 Kräfte auf das Teilchen:

1) die elektrische Kraft radial nach aussen
2) die Lorentzkraft senkrecht zum aktuellen Geschindigkeitsvektor
3) die Zentrifugalkaft

Komme ich durch dise Annahmen irgendwie auf eine Formel für den zurückgelegten Weg?

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