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[quote="(gast)"]Hallo, in den drei Folien wird das Lennard-Jones-Potential diskutiert. Es ist lediglich ein Modell zur Beschreibung der Wechselwirkung zwischen Atomen/Molekülen und basiert nur darauf, dass Atome/Moleküle bei großer Entfernung sich anziehen(Van-der-Waals - / Dipol - Kräfte), sich jedoch bei geringer Distanz abstoßen. Es liefert also keinesfalls "wahre" Ergebnisse, jedoch ist die Näherung gut genug um z.B. Eigenschaften von Gase zu erklären. In der ersten Folie, wo nur die Kraft zwischen zwei Stickstoffmolekülen gezeigt wird, soll man sehen, dass die Kraft oberhalb eines bestimmten Abstandes (r> ~0.41nm) negativ, der Richtungsdefinition der Kraft zufolge also anziehend ist. Bei r~0.45nm hat die Kurve ein Minimum, hier ist die Kraft also maximal anziehend. Für größere Abstände geht die Kraft wieder gegen Null. Unterhalb von r~0.41nm ist die Kraft positiv, d.h. abstoßend. Dort gibt es kein Maximum: für r->0 wird die abstoßende Kraft unendlich groß. Diese Kurve ergibt sich dadurch, dass die Funktion F(r) aus einem abstoßenden Term ( (1/r)^13 ) und einem anziehenden Term ( -(1/r)^7 ) besteht. Die zwei angegebenen Größen [latex]\epsilon[/latex] und [latex]r_0[/latex] sind "Fitparameter". Für diese Werte stimmt das Lennard-Jones-Potential am Besten mit den an Stickstoff-Molkülen experimentell gemessenen Werten überein. Die Bedeutung dieser Werte erkläre ich nun bei der zweiten Folie. Das Potential ist quasi die "Stammfunktion" (das Wegintegral) der Kraft. Da sich bei der Integration über r die Potenzen der beiden Terme ändern, hat das Potential natürlich einen anderen Nulldurchgang als die Kraft. Die Position des jeweiligen Kurvenminimums verändert sich genauso: dieser Abstand, wo das Potential minimal wird, ist einer der beiden Fitparameter, nämlich [latex]r_0 \Leftrightarrow \frac{dV(r)}{dr}=0[/latex] Der Betrag des Potentialminimums ist der andere Parameter, die "Bindungsenergie" [latex] \epsilon = \left|V(r_0)\right| [/latex] Die auf der ersten Folie angegebenen Werte für die beiden Parameter gelten nur für diesen Fall der Stickstoffmoleküle. Für andere Fälle muss man natürlich diese Parameter neu anpassen. In der letzten Folie ist das Potential noch einmal alleine gezeigt und die Bindungsenergie [latex]\epsilon[/latex] gestrichelt eingezeichnet. Wie gesagt, das Ganze ist nur ein Modell und weder ist [latex]r_0[/latex] der wahre Abstand zwischen den Stickstoffmolekülen, noch ist [latex]\epsilon[/latex] die wahre Bindungsenergie. Ein besseres Modell wäre z.B. wenn man den abstoßenden Term des Potentials ( (r0/r)^12 ) durch einen exponentiellen Abfall ( exp(-r/r0) ) ersetzen würde. siehe:de.wikipedia.org/wiki/Lennard-Jones-Potential[/quote]
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Lenaaa
Verfasst am: 15. März 2012 11:50
Titel:
Vielen vielen Dank!
(gast)
Verfasst am: 14. März 2012 23:46
Titel:
PS: das dir wahrscheinlich schon bekannte effektive Potential des Kepler-Problems hat einen ganz ähnlichen Verlauf wie das Lennard-Jones-Potential. Die Diskussion von Bindungszuständen kannst du direkt übertragen
(gast)
Verfasst am: 14. März 2012 23:31
Titel:
Hallo,
in den drei Folien wird das Lennard-Jones-Potential diskutiert. Es ist lediglich ein Modell zur Beschreibung der Wechselwirkung zwischen Atomen/Molekülen und basiert nur darauf, dass Atome/Moleküle bei großer Entfernung sich anziehen(Van-der-Waals - / Dipol - Kräfte), sich jedoch bei geringer Distanz abstoßen.
Es liefert also keinesfalls "wahre" Ergebnisse, jedoch ist die Näherung gut genug um z.B. Eigenschaften von Gase zu erklären.
In der ersten Folie, wo nur die Kraft zwischen zwei Stickstoffmolekülen gezeigt wird, soll man sehen, dass die Kraft oberhalb eines bestimmten Abstandes (r> ~0.41nm) negativ, der Richtungsdefinition der Kraft zufolge also anziehend ist. Bei r~0.45nm hat die Kurve ein Minimum, hier ist die Kraft also maximal anziehend. Für größere Abstände geht die Kraft wieder gegen Null.
Unterhalb von r~0.41nm ist die Kraft positiv, d.h. abstoßend. Dort gibt es kein Maximum: für r->0 wird die abstoßende Kraft unendlich groß.
Diese Kurve ergibt sich dadurch, dass die Funktion F(r) aus einem abstoßenden Term ( (1/r)^13 ) und einem anziehenden Term ( -(1/r)^7 ) besteht.
Die zwei angegebenen Größen
und
sind "Fitparameter". Für diese Werte stimmt das Lennard-Jones-Potential am Besten mit den an Stickstoff-Molkülen experimentell gemessenen Werten überein. Die Bedeutung dieser Werte erkläre ich nun bei der zweiten Folie.
Das Potential ist quasi die "Stammfunktion" (das Wegintegral) der Kraft. Da sich bei der Integration über r die Potenzen der beiden Terme ändern, hat das Potential natürlich einen anderen Nulldurchgang als die Kraft. Die Position des jeweiligen Kurvenminimums verändert sich genauso: dieser Abstand, wo das Potential minimal wird, ist einer der beiden Fitparameter, nämlich
Der Betrag des Potentialminimums ist der andere Parameter, die "Bindungsenergie"
Die auf der ersten Folie angegebenen Werte für die beiden Parameter gelten nur für diesen Fall der Stickstoffmoleküle. Für andere Fälle muss man natürlich diese Parameter neu anpassen.
In der letzten Folie ist das Potential noch einmal alleine gezeigt und die Bindungsenergie
gestrichelt eingezeichnet.
Wie gesagt, das Ganze ist nur ein Modell und weder ist
der wahre Abstand zwischen den Stickstoffmolekülen, noch ist
die wahre Bindungsenergie.
Ein besseres Modell wäre z.B. wenn man den abstoßenden Term des Potentials ( (r0/r)^12 ) durch einen exponentiellen Abfall ( exp(-r/r0) ) ersetzen würde.
siehe:de.wikipedia.org/wiki/Lennard-Jones-Potential
Lenaaaa
Verfasst am: 14. März 2012 17:30
Titel: Erklären von 3 Physik Folien?
Meine Frage:
Hey ich bin gerade dabei die Physik Vorlesung für das Sommersemester aufzubereiten.
Der Prof. hat dann aber 3 Folien "Verlauf der Wechselwirkung zwischen Atomen oder Molekülen", die ich nicht verstehe.
Kann jemand von euch damit was anfangen und 2 Sätze dazu sagen?
Würde mir echt super helfen.
Habe die ihr bei Flickr.com hochgeladen.
http://www.flickr.com/photos/42455218@N02/6836219920/in/photostream/
Liebe Grüße,
Lena
Meine Ideen:
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